Car Launch. Enthüllung.

Für den Technischen Direktor Willy Rampf verdichtet sich die Philosophie des Rennwagens für die Saison 2008 zu dem Ausdruck "radikale Evolution". Denn die Ingenieure besaßen in dem Vorjahresfahrzeug eine gute Basis für den BMW Sauber F1.08. Sie mussten sich nicht damit aufhalten, Fehler zu korrigieren. Sie konnten Erkenntnisse aus der Saison 2007 nutzen und ihre Energie in darauf aufbauende Innovationen investieren. Im Fokus der Entwicklung standen die Ziele hohe aerodynamische Effizienz bei gleichzeitig stabiler Aero-Balance – je weniger Abtrieb das Auto bei eingeschlagenen Rädern verliert, desto schneller ist es und desto mehr Vertrauen vermittelt es den Fahrern. Weitere Entwicklungsziele waren die Verbesserung von mechanischem Grip, um die Einheitsreifen bestmöglich zu nutzen, sowie die Gewichtsreduktion einiger Komponenten, um möglichst viel Ballast für eine optimierte Gewichtsverteilung einsetzen zu können. Während das Aerodynamik-Reglement für 2008 gegenüber dem Vorjahr konstant blieb, haben zwei andere Regeländerungen massiven Einfluss: die Einführung der Standard-Elektronik (SECU) und die neue Laufzeit-Vorgabe für die Getriebe, die nun vier Grands Prix halten müssen. Mit der SECU entfällt unter anderem die Traktionskontrolle – dadurch steigt die Bedeutung von mechanischem Grip und sensiblem Gasfuß. Besonders augenfällig ist der mächtige Frontflügel des F1.08. Die Fahrzeugnase indes ist ebenso schlanker geworden wie das Heck mit einer engeren Motorabdeckung, die zudem völlig neue Zusatzflügel trägt. Eine weitere, auf den ersten Blick erkennbare Neuerung sind die Felgenabdeckungen.